Proben für den Ernstfall

Über Apps wie Nina und Katwarn werden Warnungen verschickt. Beim Cell-Broadcast-System kommt allerdings keine App zum Einsatz · Fotos→ Jan Krieger
Über Apps wie Nina und Katwarn werden Warnungen verschickt. Beim Cell-Broadcast-System kommt allerdings keine App zum Einsatz · Fotos→ Jan Krieger

Heute ist bundesweiter Warntag

Die Menschen werden mit unterschiedlichen Systemen gewarnt

WARTENBERG · Heute findet ein bundesweiter Probealarm statt. Die Menschen werden mit unterschiedlichen Systemen gewarnt. Auch die Cell-Broadcast-Technologie kommt zum Einsatz. Die Flutkatastrophe 2021 im Ahrtal hat gezeigt: Deutschland muss im Katastrophenschutz nachbessern. Heute werden verschiedene Warnsysteme wie zum Beispiel Sirenen, digitale Anzeigetafeln, Lautsprecherfahrzeuge, Warn-Apps oder Meldungen im Radio und im Fernsehen sowie das Cell-Broadcast-System getestet.

Wer ein relativ neues Smartphone besitzt und mehrere Warn-Apps installiert hat oder sich in der Nähe an einer Sirene befindet, könnte heute um 11:00 Uhr aufgeschreckt werden, wenn es gleich mehrfach klingelt, trötet, piepst oder heult.

 

Cell-Broadcast-System kommt zum Einsatz

An diesem bundesweiten Warntag wird auch das Cell-Broadcast-System getestet. Dabei werden Nachrichten wie Rundfunksignale an alle kompatiblen Geräte geschickt, die in einer Funkzelle eingebucht und eingeschaltet sind - daher der Name Cell Broadcast. Im Gegensatz zu anderen Warnsystemen wie Nina oder Katwarn wird keine App benötigt, um alarmiert zu werden. Selbst eine Mitteilungs-App für das Lesen von SMS wird nicht gebraucht, da der Warntext ohne Zusatz-Anwendung auf dem Bildschirm erscheint. Mit dem Eintreffen des Warntextes ertönt auch ein lautes Tonsignal. Cell Broadcast hat den Vorteil, das man gleichzeitig alle Handys ansteuern kann, deren Besitzer sich zum Zeitpunkt der Warnung in einer bestimmten Funkzelle aufhalten - und zwar ohne dass die warnende Behörde dafür die Nummer und ihre Besitzer kennen muss.


Quelle→ Redaktion