Der Vogelsberg ist für seine Wintersportgebiete an der Herchenhainer Höhe und am Hoherodskopf (Alpinski und 55 km Loipen) bekannt.

 

Im Sommer können neben Wanderungen viele Fahrradtouren durchgeführt werden, da mehrere Radwege (Vulkanradweg, Vogelsberger Südbahnradweg …) gebaut wurden. Ferner fahren Linienbusse des RMV, der sogenannte Vulkan-Express von Büdingen, Stockheim, Nidda, Hungen, Mücke und Schlitz über Lauterbach an den Wochenenden mit Anhängern für Fahrräder auf die Höhen des Vogelsbergs. Die meisten Buslinien fahren den Hoherodskopf an und lassen sich so untereinander kombinieren.

 

Der Vulkanradweg und der Südbahnradweg sind asphaltiert ... sie können auch von Inline-Skatern gut genutzt werden. Ein großes Netz ausgeschilderter thematischer Radwege findet der Radfahrer vor und im NaturFitnessPark Vogelsberg um die höchsten Kuppen auch 70 km ausgeschilderte Mountainbikestrecken.

 

Der Hoherodskopf ist ein touristisches Zentrum der Region. Hier befindet sich das Naturschutz Informationszentrum des Naturparks Hoher Vogelsberg und eine Touristen-Information der Stadt Schotten mit ganzjährig täglichen Öffnungszeiten. Von hier starten drei im Jahr 2009 errichtete Naturerlebnispfade zu den Themen Geologie, Natur und Sinneswahrnehmung.[8] Es gibt eine Sommerrodelbahn, einen Kletterwald, zahlreiche Wanderwege und mehrere Einkehrmöglichkeiten.


Vogelsberg

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Der Vogelsberg
ist ein Mittelgebirge in Hessen und erreicht am Taufstein eine Höhe von 773 m ü. NHN [1].
Er ist Teil des Osthessischen Berglandes und das größte geschlossene Massiv aus Basalt in Europa.

 

Große Teile seiner Hochlagen nimmt der Naturpark Hoher Vogelsberg ein. Über den Vogelsberg verläuft auch die Rhein-Weser-Wasserscheide.

 

geographische Lage
Der Vogelsberg liegt im Vogelsbergkreis rund 60 km nordöstlich von Frankfurt zwischen Alsfeld, Fulda, Büdingen und Nidda. Im östlichen Norden schließt sich in einigem Abstand der Knüll an, im Osten die Rhön, im Südosten der Spessart und im Südwesten die tiefliegende Wetterau, die in gleicher Richtung in die südhessische Niederungslandschaft des Rhein-Main-Gebiets übergeht.

 

Demgegenüber geht der Vogelsberg in nordwestliche Richtungen in Teile des Westhessischen Berglandes über, die den Vogelsberg noch im Namen tragen und die Basaltgesteine ihres Namensgebers noch bis deutlich außerhalb des eigentlichen Vogelsberges weitertragen.

 

Geologische Entstehung

Der Vogelsberg ist mit 2500 km² das größte zusammenhängende Vulkangebiet Mitteleuropas.[2] Er ist kein ehemaliger Schildvulkan, sondern besteht aus vielen Einzelvulkanen, die sich überlagern. Er setzt sich demnach aus einer Vielzahl von übereinandergeschichteten Basaltdecken zusammen, die vom Oberwald, dem zentralen, 600 bis 773 m hochliegenden Plateaubereich, ringförmig und treppenartig zu seinen Rändern herabführen.

 

Die heutige Gestalt, die an einen großen, flach schildförmigen Vulkan mit einer zentralen Erhebung erinnert, ist das Ergebnis eines Zusammenspiels von Hebungsvorgängen und auf allen Seiten wirkender Abtragung.

  


Naturräumliche Gliederung

Die Gliederung des Vogelsberges in Einzelnaturräume [3] folgt zum einen dem Relief des Gebirges vom Höhenschwerpunkt nach außen, 

zum anderen den sich radial ausbreitenden Haupt-Einzugsgebieten von Eder (Schwalm), Unterer Fulda (v. a. Schlitz und Lüder), 

Main (Kinzig und Nidda) und Lahn (Ohm).

Böden und Gesteine sind in allen Teilen des Vogelsberges – der Gieseler Forst ausgenommen – in etwa gleich, jedoch sinkt zum Zentrum hin die jährliche Durchschnittstemperatur merklich (bis zu 5 K) und die Jahresniederschläge steigen zum Oberwald hin auf bis zu 1200 mm an.

 

Die Basaltfläche des Vogelsberges setzt sich nach Osten und Norden auch in benachbarte Naturräume fort, während der Gieseler Forst im Osten bereits, wie auch die sich in alle östlichen Richtungen anschließenden Naturräume, auf Buntsandstein steht. [4]

 

Das Vogelsbergmassiv besitzt Geröllhalden aus Basalt und Tuff, Hochmoore und urwaldartige Gebiete. Zahlreiche Wanderwege durchziehen nicht nur den Oberwald, siehe Wanderwege im Vogelsberg.

 

Großenlüder-Lauterbacher Graben

zieht sich vom → Fuldaer Becken bei Großenlüder über den Süden Bad Salzschlirfs (bis hierhin Landkreis Fulda), Wartenberg, Lauterbach und Schwalmtal nach Nordwesten bis kurz vor Alsfeld (letztgenannte Vogelsbergkreis). Der nach Südosten fließend ins Fuldaer Becken übergehende Graben wird in südwestlicher Richtung vom Unteren Vogelsberg (Haupteinheit 350) und in nordöstlicher von Höhenzügen des Fulda-Haune-Tafellandes (355) begrenzt – dem Schlitzer Land (355.1) und, weiter nordwestlich, dem Ottrauer Bergland (355.0). Im äußersten Nordwesten verengt er sich, bevor sich anschließend die Alsfelder Mulde (343.02) auftut, die dann als deren südlichster Teil die Schwalm und damit auch die Westhessischen Senke (Haupteinheit 343) einleitet.

Wartenberger Land

Der Großenlüder-Lauterbacher Graben folgt, vom Fuldaer Becken ausgehend, jeweils zunächst flussaufwärts, für einen kurzen Abschnitt der Lüder, nordwestlicher dann der Lauter (27,9 km), deren Nebenfluss Brenderwasser (20,4 km) und schließlich deren Nebenfluss Maar (4,9 km). Nachdem er über die Wasserscheide zwischen Schwalm und Fulda gelaufen ist, folgt der Graben schließlich flussabwärts dem Bach von Wallenrod (8,5 km) bis kurz hinter dessen Mündung in die Schwalm.

 

Das Bundesamt für Naturschutz zieht hier die Grenze etwas anders und lässt den Graben nach Nordwesten bereits östlich von Lauterbach enden; Lauterbach und Schwalmtal liegen hiernach im Unteren Vogelsberg.

 

Wartenberg

Die Gemeinde liegt an den östlichen Ausläufen des Vogelsberges, etwa 17 Kilometer westlich der Barockstadt Fulda und 3 Kilometer südöstlich der Stadt Lauterbach (Hessen) in einer waldreichen Mittelgebirgslandschaft.

 

Das Gebiet befindet sich in einer Höhe zwischen 248 und 494 Meter über NN. Der Waldanteil der Gemarkungsfläche beträgt 22.05 km² (= 56 Prozent). Durch die Gemeinde fließt die Lauter, die sich in Bad Salzschlirf mit der Altefeld zur Schlitz verbindet. 


Gewässer und Wasserversorgung

Über den Vogelsberg verläuft nicht nur ein Abschnitt der Rhein-Weser-Wasserscheide, sondern auch (Weser- bzw. Fulda-intern) die Wasserscheide zwischen Eder bzw. Schwalm und Unterer Fulda sowie (Rhein-intern) die zwischen Main und Lahn.

 

Grund- und Quellwasser aus dem Vogelsberg sichert neben Wasser aus dem Spessart und dem Hessischen Ried die Trinkwasserversorgung im Rhein-Main-Gebiet. Bereits 1876 wurden dazu Quellen im östlichen Vogelsberg gefasst und der Bau einer Wasserleitung aus dem Spessart und dem Vogelsberg nach Frankfurt am Main fertiggestellt. Ein Unverständnis für die besondere hydrogeologische und ökologische Situation im Vogelsberg und zu hohe Entnahmen hatten zur Folge, dass Quellen ausfielen, Setzungsrisse in Gebäuden entstanden und streckenweise der Boden absackte. Die Oberhessischen Versorgungsbetriebe AG (OVAG) sind die größten Wasserförderer im Vogelsberg: Sie pumpen jährlich ca. 30 Millionen Kubikmeter Grundwasser aus ihren Brunnen; davon werden etwa 2/3 ins Rhein-Main-Gebiet an die Stadt Frankfurt am Main abgegeben.


Gemeinden im Vogelsberg

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Östlich des Naturparks Vulkanregion Vogelsberg findet sich die vom Fachwerk und dörflicher Kultur geprägtes Dorf Wartenberg mit seinen beiden Ortsteilen Angersbach und Landenhausen. Sehenswert ist die Burgruine Wartenberg aus der Stauferzeit. Seltene Vögel sind in den umliegenden ausgedehnten Waldgebieten beheimatet, eine Vogelstimmenwanderung im Frühjahr ist ein Erlebnis.

 

Neben dem Vulkanradweg und dem R2 führen auch 40 km markierte Wanderwege durch die Gemarkung. Tennisanlage, Angelmöglichkeit, eine Reitanlage mit Halle und Freiplatz sowie ein solarbeheiztes Freibad und mehr erwarten Sie. Ein besonderer Ort für Veranstaltungen ist das Wartenberg-Oval ... 

 


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