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Corona-Reproduktionszahl in Deutschland

Die neue RKI-Berechnung

wird durch eine Mittelung der Neuinfektionszahlen über sieben Tage errechnet. Plötzliche Tagesschwankungen – etwa durch die Entdeckung eines neuen, lokal begrenzten Infektionsschwerpunktes – fallen so weniger schwer ins Gewicht.

 

Der geglättete R-Wert bewegt sich wegen der Mittelung also langsamer nach oben (aber auch nach unten!) als der nach der alten Methode berechnete, den das RKI mit aktuellem Datenstand auf 0,72 schätzt.

 

Wichtig: Genau wie der alte, ungeglättete R-Wert bezieht sich auch die neue Variante nicht auf den heutigen Tag.

 

Er beschreibt vielmehr das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen. Das ist zwangsläufig so, weil zwischen Ansteckung und Erkrankungsbeginn sowie zwischen Test und Ergebnismitteilung Zeit vergeht.

 

Der R-Wert gibt an, wie viele andere Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt. Bei einem Wert von 1,0 infiziert ein Mensch im Durchschnitt einen weiteren. Darüber fängt die Krankheit an, sich exponentiell auszubreiten. Darunter wird das Virus allmählich erstickt.

 

Wissenschaftlern zufolge kommt Deutschland mit einer Reproduktionszahl von 0,75 am besten aus der Corona-Krise.

 

Stand 24. Juni 2020

Quelle→ iNFO.BiLD · Informationsplattform · Sämtliche Informationen sind dem RKI entnommen.